Vorwort - Die Verstümmelten
Franz Polzer arbeitet seit 17 Jahren in einer Bank. Sein Tag ist klar geregelt und bestimmt von sich wiederholenden Tätigkeiten des alltäglichen Lebens - ein einfaches, unaufgeregtes, bescheidenes Leben.
Eines Abends beim Essen fängt alles an. An diesem Abend wird eine Kette von Ereignissen losgetreten, welche Menschen unterschiedlicher Gesellschaftskreise zu einander führt und sie verwickelt. Am Ende scheint kein Entwirren mehr möglich und die Protagonisten des Romans bewegen sich langsam auf einen Abgrund zu.
Thomas Mann war vom schriftstellerischen Können des viel zu früh verstorbenen Tschechen Hermann Ungar fasziniert.
Ungar starb 1929, im Alter von 36 Jahren, in einem Prager Krankenhaus.
In einem Nachruf, schrieb der deutsche Literaturhistoriker und Lektor des S. Fischer Verlages Rudolf Kayser: “Ungar … schuf Menschen aus seiner heimlichsten Atmosphäre. Die war grausam und schwer. Das wollte man nicht, das verzieh man ihm nicht. Er war ein Dichter”.
Gelesen von Matthias Voigt, Prinzenbuch 2011 - Copyright Creative Commons Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen (CC BY-NC-SA 3.0).
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